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Fachinformation-Geburtshilfe
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Geburtshilfe

Schwangerschaftskontrollen

Schwangerschaft und Geburt sind heute für Mutter und Kind sehr sicher geworden. Dazu beigetragen haben regelmässige vorbeugende Untersuchungen und Massnahmen während der Schwangerschaft. Dank den Fortschritten in der Medizin können viele Risiken frühzeitig erfasst und behandelt werden. 

Schwangerschaftsultraschall

Ultraschall in der Schwangerschaft – was Sie wissen sollten 

Ultraschall ist die einzige Methode, mit der wir das ungeborene Kind in der Gebärmutter direkt beobachten können. Seit über 40 Jahren wird Ultraschall in der Schwangerschaft angewendet. Bis jetzt konnte nie ein direkter schädlicher Einfluss auf das Kind oder die Mutter gezeigt werden. Bei den Routine-Untersuchungen bei 10 und 20 Schwangerschaftswochen (SSW) sowie bei Ultraschall auf Indikation werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen.

Folgende Fragestellung können mit Ultraschall beantwortet werden 

Fragestellung
Optimaler Zeitpunkt
Lebt das Kind? bei 10, 20 SSW und später
Wie alt ist das Kind / stimmt der Geburtstermin? bei 10 SSW
Wächst wirklich nur ein Kind heran? bei 10 SSW
Wächst das Kind normal und wie gross ist es? bei 20 SSW und später
Liegen schwere Fehlbildungen vor? bei 20 SSW und später
Liegen indirekte Zeichen für eine Chromosomenstörung vor?
bei 10 & 20 SSW
Wie liegt das Kind in der Gebärmutter? bei 20 SSW und später
Ist genügend Fruchtwasser vorhanden? bei 20 SSW und später
Wo liegt die Plazenta? bei 20 SSW und später
Ist der Ultraschallbefund normal, können Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass wirklich alles in Ordnung ist.
Kann man aber garantieren, dass Ihr Kind gesund ist, wenn die Ultraschalluntersuchung normal ist? Nein, das ist nicht möglich. Ultraschall eignet sich sehr gut (90% Genauigkeit), um sehr schwere kindliche Probleme zu entdecken (Probleme, die ein Überleben des Kindes möglicherweise nicht erlauben). Ultraschall ist ziemlich gut (75% Genauigkeit), um Probleme zu erkennen, die eine intensive Betreuung und Therapie erfordern. Ultraschall eignet sich jedoch eher mässig (30% Genauigkeit), um geringfügige Fehlbildungen zu sehen (wie z.B. überzählige Finger), da solche Details nicht bei allen dargestellt werden können. Ferner können wir manchmal feine Veränderungen, wie etwa solche der Kopfform, feststellen, die selbst keinen Krankheitswert haben, jedoch auf das Vorliegen einer speziellen Erkrankung hindeuten. Kann in der Folge diese spezielle Erkrankung ausgeschlossen werden, hat das Hinweiszeichen keine Bedeutung mehr.
 
Bedenken Sie auch, dass gewisse Entwicklungsstörungen erst im Laufe der Schwangerschaft entstehen und deshalb in der ersten Schwangerschaftshälftenoch nicht erkennbar sind.
Ein normaler Ultraschallbefund hat Einfluss auf die weitere Schwangerschaftsbetreuung und kann Sie zudem stark beruhigen. Wird ein Problem entdeckt, kann Ultraschall Ihnen und uns wichtige Entscheidungsgrundlagen liefern. Sie können sich auf die Geburt eines kranken Kindes vorbereiten. Die Geburt kann an einem geeigneten Zentrum geplant werden. Gelegentlich kann auch eine Therapie während der Schwangerschaft den Gesundheitszustand entscheidend verbessern.
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Ultraschall kann Sie jedoch beim Nachweis einer schwerwiegenden kindlichen Störung auch in einen ethischen Entscheidungskonflikt bringen. Manche ziehen es vor, solchen Konflikten generell auszuweichen und akzeptieren die Launen der Natur. Teilen Sie uns deshalb bitte mit, wenn Sie aus persönlichen Gründen keinen Ultraschall möchten. Bei Unklarheiten oder Fragen geben wir Ihnen gerne zusätzliche Auskunft.
Kontakt
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KONTAKT

Dr. med. Christoph Schneider
Bohl 1
9000 St. Gallen
Schweiz
T +41 71 223 53 53
F +41 71 223 54 83
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